Website und Technik

Domain
Die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Sie wird jährlich gemietet, nicht gekauft, und kostet für eine .de-Adresse etwa 10 bis 20 € im Jahr. Wichtig: Die Domain sollte auf Ihren Namen registriert sein, nicht auf Ihren Dienstleister. Ausführlich erklärt
Hosting
Der gemietete Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Dateien Ihrer Website liegen. Für eine normale Firmenwebsite kostet Hosting 40 bis 200 € im Jahr, meist einschließlich E-Mail-Postfächern und Verschlüsselung. Ausführlich erklärt
SSL / HTTPS
Die verschlüsselte Verbindung zwischen Besucher und Website, erkennbar am „https“ und am Schloss im Browser. Sie ist Pflicht, sobald ein Formular existiert, und bei seriösen Anbietern kostenlos im Hosting enthalten.
CMS (Redaktionssystem)
Eine Software, mit der sich Inhalte einer Website über eine Oberfläche im Browser bearbeiten lassen, ohne Code anzufassen. Bekanntestes Beispiel ist WordPress. Ein CMS erlaubt eigene Änderungen, verlangt dafür aber regelmäßige Updates. Ausführlich erklärt
WordPress
Das weltweit verbreitetste Redaktionssystem. Die Software ist kostenlos; Kosten entstehen durch Hosting, Design-Vorlagen, kostenpflichtige Erweiterungen und die laufende Pflege. Eine betreute WordPress-Seite kostet meist 300 bis 1.200 € im Jahr. Ausführlich erklärt
Plugin
Eine Erweiterung für ein Redaktionssystem, die eine Funktion ergänzt, etwa ein Kontaktformular oder ein Buchungssystem. Jedes Plugin ist fremder Code auf Ihrem Server und muss aktualisiert werden; hier entstehen die meisten Sicherheitslücken.
Theme
Eine Design-Vorlage für ein Redaktionssystem. Sie bestimmt Aussehen und Aufbau der Seite. Gekaufte Themes sind meist für viele Anwendungsfälle gebaut und laden deshalb oft Code mit, den Ihre Seite gar nicht braucht.
Baukasten
Ein System wie Wix, Jimdo oder Squarespace, bei dem Website, Hosting und Wartung beim Anbieter liegen und Sie die Seite selbst zusammenstellen. Günstig im Monat, aber die Seite lässt sich in der Regel nicht mitnehmen. Ausführlich erklärt
Responsive Design
Die Gestaltung passt sich der Bildschirmgröße an, sodass eine Seite auf Smartphone, Tablet und Rechner gleichermaßen bedienbar ist. Da die Mehrheit der Besucher vom Handy kommt, wird heute in der Regel zuerst für das Handy gestaltet.
Vorrendern (Prerendering)
Jede Seite wird bereits beim Erstellen als fertiges HTML-Dokument abgelegt, statt erst im Browser des Besuchers zusammengebaut zu werden. Das verkürzt die Ladezeit und sorgt dafür, dass Suchmaschinen und KI-Crawler den vollständigen Inhalt sehen.
Ladezeit / Core Web Vitals
Googles Messgrößen für die Nutzererfahrung: LCP (wann der größte sichtbare Inhalt erscheint, Ziel unter 2,5 Sekunden), INP (Reaktionsgeschwindigkeit, Ziel unter 200 Millisekunden) und CLS (Verspringen des Layouts, Ziel unter 0,1). Ausführlich erklärt
Barrierefreiheit
Die Website ist auch für Menschen mit Einschränkungen nutzbar: ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit per Tastatur, Alternativtexte für Bilder, keine reinen Bild-Informationen. Seit 2025 gelten dafür für viele Anbieter erweiterte gesetzliche Anforderungen.

Suchmaschinen und Sichtbarkeit

SEO
Suchmaschinenoptimierung: die Arbeit daran, dass eine Website bei passenden Suchanfragen in den unbezahlten Ergebnissen erscheint. Sie umfasst drei Bereiche: Technik, Inhalte und Bekanntheit. Erste Ergebnisse zeigen sich meist nach drei bis sechs Monaten. Ausführlich erklärt
Lokales SEO
Sichtbarkeit bei Suchanfragen mit Ortsbezug wie „Dachdecker Hannover“. Entscheidend sind hier weniger die Website als das Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und einheitlich geschriebene Kontaktdaten.
Google-Unternehmensprofil
Der kostenlose Eintrag, der in Google Maps und in den Kartenergebnissen der Suche erscheint, mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Für lokale Betriebe ist er der wirksamste Sichtbarkeitshebel überhaupt. Ausführlich erklärt
Google Search Console
Ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint, wie oft geklickt wird, welche Seiten indexiert sind und wo technische Probleme bestehen. Sollte zu jedem Launch eingerichtet werden. Ausführlich erklärt
Indexierung
Der Vorgang, mit dem Google eine Seite in seinen Bestand aufnimmt. Nur indexierte Seiten können in Suchergebnissen erscheinen. Welche Ihrer Seiten aufgenommen wurden, steht in der Search Console, einschließlich Begründung bei Ablehnung.
Sitemap
Eine Datei, die alle Adressen Ihrer Website auflistet und Suchmaschinen beim auffinden hilft. Sie liegt üblicherweise unter ihre-domain.de/sitemap.xml und wird in der Search Console eingereicht.
Robots.txt
Eine Datei im Wurzelverzeichnis, die Suchmaschinen und anderen automatischen Besuchern mitteilt, welche Bereiche sie abrufen dürfen. Ein Fehler darin kann dazu führen, dass Ihre Seite gar nicht in der Suche erscheint.
Canonical
Eine Angabe im Seitenkopf, die festlegt, welche Adresse als maßgebliche Fassung eines Inhalts gilt. Sie verhindert, dass derselbe Text unter mehreren Adressen als doppelter Inhalt gewertet wird.
Weiterleitung (301)
Eine dauerhafte Umleitung von einer alten auf eine neue Adresse. Sie ist der wichtigste Schritt bei jedem Relaunch: Ohne Weiterleitungen verliert eine Website die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit bei Google. Ausführlich erklärt
Strukturierte Daten
Zusätzliche, für Menschen unsichtbare Angaben im Quelltext, die Suchmaschinen erklären, worum es auf einer Seite geht, etwa Öffnungszeiten, Preise oder Autoren. Sie sind die Grundlage für erweiterte Suchergebnisse und für KI-Antworten.
Impressionen und Klicks
Eine Impression bedeutet, dass Ihre Seite in einem Suchergebnis eingeblendet wurde; ein Klick, dass jemand darauf gegangen ist. Viele Impressionen ohne Klicks heißen fast immer: Sie stehen zu weit hinten, nicht dass Google Sie nicht kennt.
Keyword
Der Begriff, den jemand in die Suche eintippt. Sinnvoll sind Suchanfragen mit erkennbarer Absicht und überschaubarem Wettbewerb. Fünf vordere Plätze bei präzisen Anfragen bringen mehr als Platz zwölf bei einer großen. Ausführlich erklärt
Meta-Description
Der kurze Beschreibungstext, den Google unter dem Titel eines Suchergebnisses anzeigt. Er beeinflusst nicht das Ranking, aber die Klickrate, und sollte je Seite unterschiedlich und konkret formuliert sein.
GEO / AEO
Optimierung für Antwortsysteme: dass ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Übersichten Ihre Inhalte finden und korrekt wiedergeben. Wichtig sind vorgerendertes HTML, klare Direktantworten, strukturierte Daten und Erwähnungen auf unabhängigen Quellen.

Messung und Datenschutz

Webanalyse
Die Messung dessen, was Besucher auf Ihrer Website tun: wie viele kommen, woher, welche Seiten sie aufrufen und wie viele eine Anfrage abschicken. Für die meisten Unternehmen zählen davon fünf Werte, nicht fünfzig. Ausführlich erklärt
Google Analytics
Das verbreitetste Werkzeug zur Webanalyse. Kostenlos, sehr umfangreich und in Deutschland nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung der Besucher zulässig. Durch Ablehnungen und Werbeblocker fehlen oft 20 bis 60 Prozent der Besucher in den Daten. Ausführlich erklärt
Conversion
Eine gewünschte Handlung auf Ihrer Website, meist ein abgeschicktes Kontaktformular, ein Klick auf die Telefonnummer oder eine Bestellung. Ohne definierte Conversion misst eine Webanalyse nur Aufrufe, und Aufrufe zahlen keine Rechnungen.
Conversion-Rate
Der Anteil der Besucher, die die gewünschte Handlung ausführen. Bei Dienstleistungswebsites gelten ein bis drei Prozent als üblich. Aussagekräftig ist weniger der Branchenvergleich als die Entwicklung Ihrer eigenen Seite über die Zeit.
Absprungrate
Der Anteil der Besucher, die die Seite verlassen, ohne eine weitere Handlung auszuführen. Eine hohe Absprungrate ist nicht automatisch schlecht: Wer auf der Kontaktseite die Telefonnummer findet und anruft, „springt ab“ und ist trotzdem ein Erfolg.
DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten in der EU. Für Websites betrifft das vor allem Kontaktformulare, Analysedienste, eingebettete Fremddienste und die Pflicht zu einer verständlichen Datenschutzerklärung.
Auftragsverarbeitungsvertrag
Ein Vertrag mit jedem Dienstleister, der in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet, etwa Hoster, Analysedienst oder Terminbuchungssystem. Er ist nach DSGVO erforderlich und wird im Streitfall als Erstes verlangt.

Projekt und Zusammenarbeit

Festpreis
Ein Preis, der vor Projektbeginn feststeht und sich während der Umsetzung nicht ändert. Voraussetzung ist ein klar beschriebener Umfang; Mehraufwand wird vorher beziffert, nicht nachträglich berechnet. Ausführlich erklärt
Korrekturrunde
Ihr vollständiges, gebündeltes Feedback zu einem benannten Projektstand. Später nachgereichte Wünsche gehören in die nächste Runde. Reproduzierbare technische Fehler sind keine Korrekturwünsche und werden unabhängig davon behoben.
Briefing
Die Grundlage eines Projekts: Ziel, Zielgruppe, Umfang, gewünschte Wirkung und vorhandene Inhalte. Ein Entwurf lässt sich nur an einem Briefing messen. Ohne eines wird jede Gestaltungsentscheidung zur Geschmacksfrage.
Teststand
Eine geschützte Vorabfassung der Website unter einer nicht öffentlichen Adresse. Dort wird der fertige Stand im echten Browser geprüft, bevor er live geht. Das ist etwas anderes als ein Bild eines Entwurfs.
Relaunch
Die grundlegende Erneuerung einer bestehenden Website: Struktur, Gestaltung und Technik. Der kritische Punkt sind die Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse; ohne sie bricht die Sichtbarkeit bei Google ein. Ausführlich erklärt
Landingpage
Eine einzelne Seite mit genau einem Ziel und bewusst reduzierter Navigation, meist für eine Anzeige oder ein einzelnes Angebot gebaut. Alles, was von diesem einen Ziel ablenkt, wird weggelassen. Ausführlich erklärt
Wartung / Betreuung
Die laufende Pflege nach dem Launch: Updates, Sicherungen, Überwachung und inhaltliche Änderungen. Bei Redaktionssystemen sind technische Updates Pflicht; bei individuell entwickelten Seiten entfallen sie weitgehend. Ausführlich erklärt
Nutzungsrechte
Die Frage, wem Design, Quellcode, Texte und Domain nach der Bezahlung gehören. Sie sollte vor der Beauftragung schriftlich geklärt sein. Im Streitfall entscheidet sie darüber, ob Sie den Anbieter wechseln können. Ausführlich erklärt
Impressum
Die Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG, verpflichtend für jede geschäftsmäßig betriebene Website. Sie muss von jeder Seite mit höchstens zwei Klicks erreichbar sein und Name, ladungsfähige Anschrift und Kontaktdaten enthalten. Ausführlich erklärt