Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google für Website-Betreiber. Sie zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint, wie oft darauf geklickt wird, welche Seiten Google kennt und wo technische Probleme bestehen. Die Einrichtung dauert etwa zwanzig Minuten und gehört zu jedem Website-Launch.
Was die Search Console ist und was sie nicht ist
Die Search Console ist Googles Rückkanal an Website-Betreiber. Sie zeigt, wie Google Ihre Website sieht: welche Seiten bekannt sind, bei welchen Suchanfragen sie erscheinen und wo etwas nicht funktioniert.
Sie ist keine Besucherstatistik. Was Menschen auf Ihrer Seite tun, nachdem sie geklickt haben, steht dort nicht. Dafür ist eine Webanalyse zuständig. Die Search Console endet exakt an der Stelle, an der jemand auf Ihr Suchergebnis klickt.
Der Begriff „Google Research“ existiert zwar, meint aber Googles Forschungsabteilung und hat mit Ihrer Website nichts zu tun. Wenn ein Dienstleister davon spricht, meint er die Search Console.
Was kostet sie?
Nichts. Es gibt keine kostenpflichtige Variante, keine Datenbegrenzung und keinen Haken. Sie brauchen lediglich ein Google-Konto und Zugriff auf Ihre Domain oder Ihre Website.
Das ist erwähnenswert, weil manche Anbieter „Search-Console-Einrichtung“ als eigenständige Monatsleistung verkaufen. Die Einrichtung ist eine einmalige Arbeit von zwanzig Minuten; was Geld wert ist, ist die Auswertung danach.
Welche Fragen sie beantwortet
- Bei welchen Suchbegriffen wurde meine Website eingeblendet?
- Wie oft haben Menschen auf mein Suchergebnis geklickt?
- Auf welcher Position stehe ich im Durchschnitt?
- Welche Seiten kennt und indexiert Google, und welche nicht?
- Gibt es Fehler bei der Indexierung, der mobilen Bedienung oder den strukturierten Daten?
- Welche anderen Websites verlinken auf meine Inhalte?
- Wurde meine Seite von Google mit einer Maßnahme belegt?
Search Console einrichten: Schritt für Schritt
Die Einrichtung erfordert keine Entwicklungskenntnisse, wenn Sie Zugriff auf Ihre Domain-Verwaltung haben.
- 1. Auf search.google.com/search-console mit einem Google-Konto anmelden
- 2. Property anlegen: Wählen Sie „Domain“, nicht „URL-Präfix“. Die Domain-Variante erfasst alle Varianten mit und ohne www auf einmal.
- 3. Inhaberschaft bestätigen: Google nennt einen TXT-Eintrag, den Sie bei Ihrem Domain-Anbieter hinterlegen
- 4. Bis zu 24 Stunden warten, bis die Bestätigung durchläuft
- 5. Sitemap einreichen, meist unter ihre-domain.de/sitemap.xml
- 6. Zwei bis drei Tage warten, bis die ersten Daten erscheinen
Danach kommen Daten laufend hinzu. Die Search Console speichert Daten bis zu 16 Monate. Wer sie früh einrichtet, hat von Anfang an eine lückenlose Grundlage für Vergleiche. Deshalb gehört sie zum Launch und nicht ein Jahr danach.
Die drei Zahlen, auf die es ankommt
Der Leistungsbericht zeigt vier Werte. Drei davon sollten Sie verstehen, der vierte ist mit Vorsicht zu genießen.
| Kennzahl | Was sie bedeutet | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Impressionen | Wie oft Ihre Seite in Suchergebnissen erschien | Steigende Impressionen ohne Klicks heißen: Sie stehen zu weit hinten |
| Klicks | Wie oft jemand tatsächlich geklickt hat | Die einzige Zahl, die Besucher bedeutet |
| CTR (Klickrate) | Klicks geteilt durch Impressionen | Unter 1 % bei vielen Impressionen: Titel und Beschreibung prüfen |
| Ø Position | Durchschnittliche Platzierung | Ein Durchschnitt aus sehr verschiedenen Anfragen, nur grob aussagekräftig |
Das wichtigste Muster: Viele Impressionen, kaum Klicks. Das heißt nicht, dass Google Sie nicht kennt. Es heißt, dass Sie auf Seite drei stehen. Die Lösung liegt dann nicht in mehr Inhalten, sondern in besseren Seiten für genau diese Anfragen.
Der Bericht, den fast niemand ansieht: Indexierung
Unter „Seiten“ steht, welche Ihrer Adressen Google aufgenommen hat und welche nicht, jeweils mit Begründung. Das ist der nützlichste Bericht überhaupt, weil eine nicht indexierte Seite in der Suche schlicht nicht existiert.
- „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“: Google kennt die Seite, hält sie aber für nicht wertvoll genug. Meist ein Zeichen für dünnen Inhalt.
- „Alternative Seite mit richtigem Canonical-Tag“: Google hat eine andere Adresse als Hauptfassung gewählt. In der Regel unkritisch.
- „Nicht gefunden (404)“: Eine verlinkte Seite existiert nicht mehr. Nach einem Umzug ein Alarmzeichen.
- „Soft 404“: Die Seite liefert Status 200, wirkt für Google aber leer.
- „Durch robots.txt blockiert“: Sie sperren Google selbst aus. Prüfen, ob das gewollt ist.
Wie oft sollten Sie hineinsehen?
Einmal im Monat reicht für die meisten Betriebe. Häufiger lohnt sich nicht: Die Daten schwanken kurzfristig stark, und wer täglich schaut, verwechselt Rauschen mit Entwicklung.
Sinnvoll sind zusätzlich zwei feste Anlässe: nach einem Relaunch und nach größeren Änderungen an Inhalten. Dann lohnt ein Blick nach zwei und nach sechs Wochen.
Richten Sie außerdem die E-Mail-Benachrichtigungen ein. Google meldet sich von selbst, wenn etwas grundsätzlich nicht stimmt.
Was ADONO übernimmt
Bei jedem Projekt richten wir die Property ein, bestätigen die Domain, reichen die Sitemap ein und prüfen die Indexierung. Das ist im Festpreis enthalten und keine Zusatzleistung.
In der Betreuungsstufe Wachstum überwachen wir die Search Console und übersetzen die Berichte in Maßnahmen: welche Anfragen Potenzial haben, welche Seiten überarbeitet werden sollten, wo technisch etwas klemmt. Sie bekommen einen kurzen verständlichen Text, kein automatisch erzeugtes Diagramm-PDF.
Die Zugänge laufen selbstverständlich auf Ihr Google-Konto. Sie behalten den Zugriff auch dann, wenn wir irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten.
Häufige Fragen
- Was kostet die Google Search Console?
- Nichts. Sie ist vollständig kostenlos, ohne Datenbegrenzung und ohne kostenpflichtige Variante. Sie benötigen nur ein Google-Konto und die Möglichkeit, Ihre Inhaberschaft an der Domain nachzuweisen.
- Was ist der Unterschied zwischen Search Console und Google Analytics?
- Die Search Console zeigt, was vor dem Klick passiert: Suchanfragen, Impressionen, Positionen. Google Analytics zeigt, was nach dem Klick passiert: Seitenaufrufe, Verweildauer, Formularabsendungen. Die Search Console braucht keine Einwilligung der Besucher, Analytics dagegen schon.
- Wie lange dauert es, bis Daten erscheinen?
- Nach der Bestätigung dauert es zwei bis drei Tage bis zu den ersten Daten. Vollständige Berichte gibt es nach ein bis zwei Wochen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Zahlen aus der Zeit vor der Einrichtung vollständig vorliegen. Deshalb sollte sie zum Launch eingerichtet werden.
- Warum zeigt die Search Console Impressionen, aber keine Klicks?
- Weil Ihre Seite zwar in den Ergebnissen erscheint, aber zu weit hinten steht. Wer auf Position 20 steht, wird gezählt, aber selten geklickt. Die Lösung ist nicht mehr Inhalt, sondern eine bessere, spezifischere Seite für genau diese Suchanfrage.
- Zeigt die Search Console alle Suchanfragen?
- Nein. Sehr seltene Anfragen blendet Google aus Datenschutzgründen aus. Deshalb ist die Summe der Klicks in der Anfragenliste oft kleiner als die Gesamtzahl der Klicks. Das ist normal und kein Fehler.
- Brauche ich die Search Console, wenn ich keine SEO mache?
- Ja. Auch ohne aktive Suchmaschinenoptimierung meldet sie technische Probleme, nicht erreichbare Seiten und Sicherheitswarnungen. Sie ist die günstigste Frühwarnung, die es für eine Website gibt, und sie kostet nichts.
