Kurz gesagt

Wie oft eine Website gepflegt werden muss, hängt von der Technik ab. Bei einem Redaktionssystem wie WordPress sind Updates monatlich Pflicht, sonst entstehen Sicherheitslücken. Bei individuell entwickelten Seiten entfällt das weitgehend. Inhaltlich sollte jede Website mindestens einmal im Jahr geprüft werden: Preise, Leistungen, Team und Rechtstexte.

Zwei Arten von Pflege, die oft verwechselt werden

Technische Pflege hält die Seite sicher und lauffähig: Updates, Sicherungen, Zertifikate, Server. Wie viel davon anfällt, entscheidet die gewählte Technik, nicht Ihr Wille.

Inhaltliche Pflege hält die Seite wahr und nützlich: Preise, Leistungen, Team, Öffnungszeiten, Referenzen. Diese fällt bei jeder Website an, unabhängig von der Technik.

Der häufigste Fehler ist, die zweite zu vergessen. Eine technisch einwandfreie Seite mit Preisen von 2022 und einem Mitarbeiter, der längst weg ist, schadet mehr als sie nützt.

Was wie oft ansteht

Pflegeintervalle nach Aufgabe
AufgabeAbstandBei welcher Technik
SicherheitsupdatesmonatlichRedaktionssystem
Plugin- und Theme-UpdatesmonatlichRedaktionssystem
Sicherungen prüfenvierteljährlichalle
Kontaktformular testenvierteljährlichalle
Preise und Leistungen prüfenhalbjährlichalle
Team, Fotos, Referenzenjährlichalle
Rechtstexte prüfenjährlichalle
Tote Links suchenjährlichalle
Ladezeit messenjährlichalle
Search Console ansehenmonatlich kurzalle

Für eine individuell entwickelte Seite bleibt aus dieser Liste nur die untere Hälfte übrig, etwa zwei bis drei Stunden Arbeit im Jahr.

Das Kontaktformular: der teuerste blinde Fleck

Wenn eine Sache aus diesem Beitrag hängen bleiben soll, dann diese: Testen Sie Ihr Kontaktformular regelmäßig selbst.

Formulare fallen still aus. Ein Serverwechsel, eine geänderte E-Mail-Einstellung, ein voller Posteingang, ein Spamfilter, der plötzlich strenger urteilt, und die Anfragen kommen nicht mehr an. Niemand beschwert sich drüber; Interessenten denken schlicht, Sie hätten kein Interesse.

Der Test dauert zwei Minuten: Formular ausfüllen, absenden, im Posteingang nachsehen. Auch im Spam-Ordner. Einmal im Quartal, und nach jeder technischen Änderung.

Wie viel Pflege Ihre Technik verlangt

Pflegeaufwand nach Art der Website
TechnikTechnische PflegeTypische Kosten pro Jahr
Baukastenübernimmt der Anbieterim Abo enthalten
WordPress, selbst betreutmonatlich, 1 – 2 Stunden0 € plus Ihre Zeit
WordPress, betreut beauftragtmonatlich400 – 1.200 €
Individuell entwickeltkein Update-Zwang0 €, optional Überwachung und Backups ab 39 € / Monat

Unsere Betreuung ab 119 € im Monat enthält Inhaltspflege, also echte Änderungen an Texten, Bildern und Preisen. Das ist nicht mit reiner Update-Wartung vergleichbar, die in der WordPress-Zeile steht.

Das ist der wirtschaftliche Kern der Systemfrage. Wer die laufenden Kosten über fünf Jahre rechnet, kommt oft zu einem anderen Ergebnis als beim Vergleich der Erstellungspreise. Hintergründe in WordPress oder eigene Website.

Woran man eine vernachlässigte Website erkennt

  • Ein Jahr im Copyright-Vermerk der Fußzeile, das nicht stimmt
  • Preise, die nicht mehr gelten
  • Mitarbeiter auf der Team-Seite, die nicht mehr da sind
  • Öffnungszeiten ohne Feiertagsregelung
  • „Demnächst“ bei einem Angebot, das es längst gibt
  • Links, die ins Leere führen
  • Ein Blog, dessen letzter Beitrag zwei Jahre alt ist
  • Ein Cookie-Banner, das Dienste nennt, die gar nicht mehr eingebunden sind

Besucher lesen daraus nicht „hier wird selten aktualisiert“, sondern „hier arbeitet niemand sorgfältig“. Das ist ungerecht und trotzdem wirksam.

Muss ich für Google regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen?

Nein. Das ist ein hartnäckiges Missverständnis. Google bewertet keine Veröffentlichungsfrequenz, sondern ob eine Seite die Suchanfrage gut beantwortet. Eine drei Jahre alte Seite, die eine Frage vollständig klärt, steht vor einem gestern veröffentlichten Text, der nichts sagt.

Was tatsächlich zählt, ist inhaltliche Aktualität dort, wo sie eine Rolle spielt: Preise, Jahreszahlen, Gesetzeslage, Technik. Ein Beitrag über Hosting-Preise von 2021 ist nicht deshalb schlecht, weil er alt ist, sondern weil die Zahlen nicht mehr stimmen.

Praktisch heißt das: Statt jeden Monat etwas Neues zu veröffentlichen, lohnt es mehr, einmal im Jahr die bestehenden Seiten durchzugehen und veraltete Angaben zu korrigieren. Ob sich darüber hinaus ein Blog lohnt, klärt Lohnt sich ein Blog für mein Unternehmen?

Selbst pflegen oder pflegen lassen?

Die Frage entscheidet sich an zwei Punkten: wie oft Sie tatsächlich etwas ändern, und ob Sie die technische Pflege übernehmen wollen.

Wer wöchentlich Inhalte einstellt, braucht ein Redaktionssystem und muss dessen Pflege einplanen. Wer zweimal im Jahr Preise anpasst, fährt mit einer individuell entwickelten Seite und beauftragten Änderungen günstiger und muss an keine Updates denken.

Bei uns läuft es so: Änderungen an Texten, Bildern, Preisen und Öffnungszeiten übernehmen wir. Im Support Ihres Pakets ist das bis zu einer Stunde pro Monat enthalten, je nach Paket 30 Tage, 90 Tage oder 6 Monate. Danach im Betreuungsvertrag ab 119 € im Monat oder einzeln nach Aufwand.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Website aktualisiert werden?
Technisch: bei einem Redaktionssystem monatlich, bei individuell entwickelten Seiten ohne Update-Zwang, eine regelmäßige technische Kontrolle bleibt aber sinnvoll. Inhaltlich: mindestens einmal im Jahr Preise, Leistungen, Team und Rechtstexte prüfen, dazu vierteljährlich das Kontaktformular testen.
Was kostet die Pflege einer Website?
Betreuungsverträge liegen im Markt meist zwischen 30 und 150 € im Monat, je nach Umfang. Bei ADONO beginnt die Betreuung bei 39 € im Monat, mit Inhaltspflege ab 119 €, und ist optional. Im Support Ihres Pakets sind kleine Änderungen zunächst enthalten, bis zu einer Stunde pro Monat.
Was passiert, wenn ich meine Website gar nicht pflege?
Bei einem Redaktionssystem entstehen Sicherheitslücken; gehackte Seiten werden für Spam missbraucht und von Google mit einer Warnung versehen. Bei individuell entwickelten Seiten passiert technisch wenig, aber veraltete Preise und tote Links kosten Anfragen.
Muss ich regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen, damit Google mich mag?
Nein. Google bewertet, wie gut eine Seite eine Suchanfrage beantwortet, nicht wie oft veröffentlicht wird. Wichtiger als neue Beiträge ist, dass bestehende Angaben wie Preise, Jahreszahlen und Rechtslage noch stimmen.
Kann ich Änderungen selbst machen?
Bei uns nicht direkt im Browser, weil kein Redaktionssystem zum Einsatz kommt. Änderungen übernehmen wir, im Support Ihres Pakets (bis zu einer Stunde pro Monat) und danach im Betreuungsvertrag. Wer regelmäßig selbst pflegen will, braucht ein Redaktionssystem; das sagen wir im Erstgespräch offen.