Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel, meist eine Anfrage, eine Anmeldung oder eine Buchung. Anders als eine Startseite bietet sie bewusst keine Auswahl: keine große Navigation, keine Nebenthemen. Sie wird typischerweise für eine Werbeanzeige, eine Kampagne oder ein einzelnes Angebot gebaut.
Der Unterschied zur Startseite
Eine Startseite muss viele Fragen gleichzeitig beantworten: Wer sind Sie, was bieten Sie an, für wen, wo finde ich Leistung X, wo den Kontakt. Sie ist ein Verteiler.
Eine Landingpage ist das Gegenteil. Sie beantwortet eine einzige Frage und führt zu einer einzigen Handlung. Jeder zusätzliche Weg ist kein Angebot, sondern eine Ablenkung.
| Startseite | Landingpage | |
|---|---|---|
| Ziele | mehrere | genau eines |
| Navigation | vollständig | reduziert oder keine |
| Themen | das ganze Angebot | ein Angebot |
| Besucher kommt von | Google, Direkteingabe | Anzeige, E-Mail, QR-Code, Flyer |
| Erfolg messbar an | vielem | einer Kennzahl |
| Lebensdauer | dauerhaft | oft kampagnengebunden |
Wofür eine Landingpage gebaut wird
- Google- oder Social-Media-Anzeigen. Wer auf eine Anzeige für „Wärmepumpe Förderung“ klickt, soll genau darüber lesen und nicht auf der Startseite suchen müssen.
- Ein einzelnes Angebot. Eine Aktion, ein Paket, eine Sonderleistung.
- Eine Veranstaltung. Tag der offenen Tür, Messe, Webinar.
- Eine Stellenanzeige. Eine Seite je Position, verlinkt aus den Jobportalen.
- Ein Produkttest. Bevor Sie eine ganze Website bauen, prüfen Sie mit einer Seite, ob überhaupt Nachfrage besteht.
- Offline-Kampagnen. QR-Code auf Fahrzeug, Flyer oder Plakat, der auf eine passende Seite führt statt auf die Startseite.
Die Bausteine einer funktionierenden Landingpage
Die Reihenfolge ist kein Geschmack, sondern folgt der Frage, in der ein Besucher denkt: Bin ich hier richtig? Was bekomme ich? Warum Ihnen glauben? Was kostet es? Was soll ich tun?
- Eine Überschrift, die das Angebot benennt, mit denselben Worten wie in der Anzeige, über die der Besucher kam
- Ein Satz zur Zielgruppe und zum Nutzen
- Der wichtigste Knopf ohne Scrollen sichtbar
- Drei bis fünf konkrete Punkte, was enthalten ist
- Ein Vertrauenssignal: Bewertungen, Referenz, Zahlen, Gesicht
- Preis oder Preisrahmen, wo möglich
- Häufige Fragen, denn sie räumen genau die Einwände ab, die sonst zum Abbruch führen
- Ein kurzes Formular. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen
- Derselbe Knopf noch einmal am Ende
Die häufigsten Fehler
- Die vollständige Navigation stehen lassen. Damit ist es keine Landingpage mehr, sondern eine Unterseite.
- Andere Worte als in der Anzeige. Wer auf „Dachsanierung Förderung“ klickt und „Ihr Partner rund ums Haus“ liest, geht zurück.
- Zu viele Ziele. Anrufen, Newsletter, Katalog anfordern, Termin buchen: Bei vier Möglichkeiten entscheidet sich niemand.
- Formular mit zwölf Feldern. Fragen Sie ab, was Sie zum Antworten brauchen, nicht was interessant wäre.
- Kein Preis, kein Rahmen. Erzeugt Anfragen von Menschen mit unpassendem Budget und kostet beide Seiten Zeit.
- Auf dem Handy nicht geprüft. Der Großteil des Anzeigenverkehrs kommt vom Telefon.
- Kein Tracking. Ohne Messung wissen Sie nicht, ob die Seite oder die Anzeige das Problem ist.
Landingpage und Suchmaschinen
Landingpages für Anzeigen müssen nicht bei Google ranken, der Verkehr kommt ja bezahlt. Trotzdem lohnt sich eine saubere Umsetzung: Google bewertet die Qualität der Zielseite und macht schlechte Seiten in der Anzeigenauktion teurer.
Etwas anderes sind dauerhafte Landingpages für einzelne Leistungen. Die sollen sehr wohl ranken, und dann gelten die üblichen Regeln: eigener Seitentitel, eine klare Suchabsicht, ausreichend Inhalt, interne Verlinkung.
Ein verbreiteter Fehler: zwanzig fast gleiche Landingpages für zwanzig Orte anzulegen, die sich nur im Städtenamen unterscheiden. Das erkennt Google und wertet es ab. Eine Ortsseite braucht eigenen echten Inhalt, sonst lassen Sie sie besser weg.
Wann sich eine eigene Landingpage lohnt
Die Faustregel: Sobald Sie Geld für Verkehr ausgeben, lohnt sich eine eigene Zielseite. Wer Anzeigen auf die Startseite leitet, zahlt für Klicks, die sich dort erst orientieren müssen.
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Sie schalten Anzeigen | eigene Landingpage je Anzeigengruppe |
| Ein zeitlich begrenztes Angebot | Landingpage, danach abschalten oder weiterleiten |
| Eine dauerhafte Leistung | Leistungsseite auf der Website |
| Sie testen eine Geschäftsidee | einzelne Landingpage, noch keine Website |
| Stellenanzeige | eigene Seite je Position |
Häufige Fragen
- Was kostet eine Landingpage?
- Im Markt üblich sind 400 bis 1.500 € für eine professionell umgesetzte Landingpage. Bei ADONO beginnt sie bei 750 €, kalkuliert mit rund 10 Stunden zu je 75 € und inklusive Texten und Formularanbindung. Der Preis hängt vor allem davon ab, ob Texte und Bilder vorhanden sind.
- Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Website?
- Eine Website besteht aus mehreren Seiten und bedient viele Ziele. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel und bewusst reduzierter Navigation. Beides schließt sich nicht aus, viele Unternehmen haben eine Website und zusätzlich Landingpages für Kampagnen.
- Braucht eine Landingpage ein Impressum?
- Ja. Die Impressumspflicht nach § 5 DDG gilt für jede geschäftsmäßig genutzte Seite, auch für eine einzelne Landingpage. Ebenso brauchen Sie eine Datenschutzerklärung, sobald ein Formular oder eine Analyse im Spiel ist.
- Wie lang sollte eine Landingpage sein?
- So lang, wie es braucht, um die Einwände auszuräumen. Bei einem einfachen, günstigen Angebot reichen wenige Abschnitte. Bei einer erklärungsbedürftigen Leistung im vierstelligen Bereich ist eine lange Seite mit Ablauf, Preisen und häufigen Fragen oft erfolgreicher als eine kurze.
- Was ist eine gute Conversion-Rate für eine Landingpage?
- Bei Dienstleistungen im B2B-Bereich gelten zwei bis fünf Prozent als solide: Von hundert Besuchern fragen also zwei bis fünf an. Der Vergleich mit Branchenwerten hilft aber wenig; aussagekräftig ist die Entwicklung Ihrer eigenen Seite über die Zeit.
