Webhosting für eine normale Firmenwebsite kostet 40 bis 200 € im Jahr, also etwa 3 bis 17 € im Monat. Dazu kommt die Domain mit 10 bis 20 € im Jahr. SSL-Verschlüsselung und E-Mail-Postfächer sind bei seriösen Anbietern enthalten. Teurere Pakete lohnen sich erst bei hohen Zugriffszahlen oder besonderen Anforderungen.
Preise nach Hosting-Art
| Art | Preis pro Jahr | Geeignet für |
|---|---|---|
| Webhosting (geteilter Server) | 40 – 200 € | Firmenwebsites, Landingpages, kleine Shops |
| Managed Hosting | 150 – 600 € | WordPress-Seiten mit betreuten Updates |
| Virtueller Server (VPS) | 60 – 500 € | Eigene Anwendungen, hohe Zugriffszahlen |
| Eigener Server | ab 800 € | Sonderfälle mit besonderen Anforderungen |
| Baukasten (Hosting enthalten) | 120 – 480 € | Selbst gebaute Seiten beim Anbieter |
Für über neunzig Prozent aller Firmenwebsites ist gewöhnliches Webhosting die richtige Wahl. Wer Ihnen zu einem eigenen Server rät, obwohl Sie eine fünfseitige Website haben, verkauft Ihnen Leerlauf.
Die vollständige Jahresrechnung
Hosting allein ist nur ein Teil. So sieht die Rechnung für eine typische Firmenwebsite aus:
| Posten | Pro Jahr | Anmerkung |
|---|---|---|
| Domain (.de) | 10 – 20 € | auf Ihren Namen registrieren |
| Webhosting | 40 – 120 € | inkl. E-Mail und Speicherplatz |
| SSL-Zertifikat | 0 € | bei seriösen Anbietern enthalten |
| Sicherungen | 0 € | sollten enthalten sein, nachfragen |
| Summe | 50 – 140 € | rund 4 bis 12 € im Monat |
Bei einer WordPress-Seite kommen Wartung und Plugin-Lizenzen hinzu; die Gesamtkosten liegen dann häufig bei 300 bis 1.200 € im Jahr. Warum, steht in WordPress oder eigene Website.
Woran Sie erkennen, dass Sie zu viel zahlen
- Sie zahlen über 25 € im Monat für eine normale Firmenwebsite ohne Shop
- Das SSL-Zertifikat wird gesondert berechnet
- Sicherungen kosten Aufpreis
- Sie zahlen für Speicherplatz, den Sie zu weniger als zehn Prozent nutzen
- Der Vertrag läuft seit Jahren unverändert, obwohl die Preise für gleiche Leistung seitdem gefallen sind
- Ihr Dienstleister berechnet Hosting mit Aufschlag weiter, statt Sie direkt beim Anbieter abschließen zu lassen
Der letzte Punkt ist verbreiteter, als man denkt. Bei uns läuft Hosting direkt über Ihren Anbieter, ohne Aufschlag. Wir verdienen daran nichts.
Worauf es beim Hosting wirklich ankommt
Speicherplatz ist bei den meisten Paketen längst kein begrenzender Faktor mehr. Eine Firmenwebsite mit fünf Seiten braucht selten mehr als 200 Megabyte. Wichtiger sind vier andere Punkte.
- Serverstandort. Deutschland oder EU, wegen der Datenschutz-Grundverordnung und wegen der Ladezeit.
- Antwortzeit des Servers. Reagiert er langsam, hilft keine Optimierung am Inhalt. Das ist eine der häufigsten Ursachen für langsame Websites.
- Sicherungen. Täglich, automatisch, und mit der Möglichkeit, selbst zurückzuspielen.
- Erreichbarer Support. Wenn die Seite am Freitagabend ausfällt, zählt, wie schnell jemand antwortet.
Muss ich Hosting bei meinem Webdesigner buchen?
Nein, und in vielen Fällen sollten Sie es nicht. Der entscheidende Punkt ist nicht der Preis, sondern die Kontrolle: Läuft der Vertrag auf Ihren Dienstleister, sind Sie bei einem Streit oder einem Wechsel von ihm abhängig.
Empfehlenswert ist die Aufteilung: Der Dienstleister empfiehlt einen passenden Anbieter und richtet alles ein, der Vertrag läuft aber direkt auf Sie. So haben Sie die Zugänge, zahlen den Listenpreis und können jederzeit wechseln.
Dasselbe gilt für die Domain. Wem sie gehört, entscheidet im Ernstfall über mehrere tausend Euro, ausführlich erklärt in Was ist eine Domain und was ist Hosting?
Wann sich teureres Hosting lohnt
- Ihre Seite hat regelmäßig mehrere tausend Besucher am Tag
- Sie betreiben einen Shop mit vielen gleichzeitigen Bestellungen
- Sie brauchen eine Testumgebung neben der Live-Seite
- Sie haben besondere Anforderungen an Datenschutz oder Zertifizierung
- Sie betreiben eine eigene Anwendung, nicht nur eine Website
Trifft nichts davon zu, ist gewöhnliches Webhosting für 40 bis 120 € im Jahr die richtige Wahl. Alles darüber zahlen Sie für Leistung, die stillsteht.
Häufige Fragen
- Was kostet Webhosting im Monat?
- Für eine normale Firmenwebsite 3 bis 17 € im Monat, je nach Anbieter und Leistungsumfang. Zusammen mit einer .de-Domain landen Sie bei etwa 4 bis 12 € monatlich. Mehr als 25 € im Monat ist für eine Website ohne Shop selten begründet.
- Gibt es kostenloses Webhosting?
- Ja, meist mit Werbeeinblendungen, einer Adresse wie ihrname.anbieter.de und ohne Zusage zur Erreichbarkeit. Für ein Gewerbe ist das ungeeignet: Es wirkt unprofessionell, und ohne eigene Domain bauen Sie keine Sichtbarkeit auf, die Ihnen gehört.
- Ist Hosting in Deutschland Pflicht?
- Nein, aber sinnvoll. Ein Server in Deutschland oder der EU vereinfacht die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung und verkürzt die Ladezeit für deutsche Besucher. Ein Server in Übersee bringt bei deutscher Kundschaft keinen Vorteil, aber messbar längere Ladezeiten.
- Was passiert, wenn ich das Hosting nicht bezahle?
- Nach Zahlungsverzug wird die Website in der Regel zunächst abgeschaltet, später werden die Daten gelöscht. Die Domain kann separat verfallen und dann von jedem registriert werden. Stellen Sie deshalb sicher, dass die hinterlegte Zahlungsart und E-Mail-Adresse aktuell sind.
- Kann ich den Hosting-Anbieter wechseln?
- Ja, und das ist unkritisch, wenn es vorbereitet wird: Website auf den neuen Server aufspielen, testen, dann die Domain umstellen. Vergessen Sie dabei die E-Mail-Postfächer nicht, das ist der häufigste Fehler beim Umzug.
- Brauche ich ein SSL-Zertifikat und was kostet es?
- Ja, spätestens sobald Sie ein Kontaktformular haben, denn Browser warnen Besucher sonst vor einer unsicheren Verbindung. Bei seriösen Anbietern ist es kostenlos enthalten. Wer es Ihnen gesondert berechnet, verkauft etwas, das es umsonst gibt.
