Kurz gesagt

Eine Website lohnt sich, sobald Kunden vor der Beauftragung vergleichen oder Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist, typischerweise ab Auftragswerten im dreistelligen Bereich. Bei spontanen Entscheidungen vor Ort, etwa in der Gastronomie, bringt ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil kurzfristig mehr. Beides zusammen ist der Regelfall.

Die einfache Rechnung

Stellen Sie sich zwei Fragen: Was ist ein Neukunde bei Ihnen wert, und wie viele zusätzliche Kunden bräuchten Sie, damit sich die Website bezahlt macht?

Ab wann sich eine Website für 1.500 € rechnet
AuftragswertNötige ZusatzaufträgeEinschätzung
4 € (Café, Kiosk)rund 375Profil und Karteneintrag wirken schneller
80 € (Friseur, Kosmetik)rund 19lohnt sich über ein bis zwei Jahre, wenn Termine online vereinbart werden
500 € (Reparatur, Beratung)3lohnt sich klar
2.000 € (Handwerk, Fachbetrieb)1lohnt sich sehr deutlich
10.000 € (Bau, Anlagen)weniger als 1Website ist Vertriebsinstrument

Die Rechnung ist bewusst grob und rechnet mit Umsatz statt Gewinn. Sie soll nur zeigen, dass die Antwort vom Auftragswert abhängt und nicht von einer Regel, die für alle gilt.

Wann eine Website deutlich hilft

  • Kunden vergleichen vorher. Wer drei Angebote einholt, schaut sich vorher an, mit wem er es zu tun bekommt.
  • Ihr Angebot ist erklärungsbedürftig. Was Sie tun, lässt sich nicht in einem Satz erklären.
  • Der Auftragswert ist dreistellig oder höher. Dann amortisiert sich die Investition schnell.
  • Sie bekommen immer wieder dieselben Fragen. Eine Seite beantwortet sie einmal für alle.
  • Sie wollen Mitarbeiter finden. Bewerber schauen sich Arbeitgeber an, bevor Sie sich melden.
  • Sie arbeiten überregional. Ein Karteneintrag hilft nur im Umkreis.
  • Sie verkaufen Produkte. Dann ist die Frage ohnehin nur, ob es eine Website oder gleich ein Online-Shop wird.

Wann ein Google-Unternehmensprofil zunächst reicht

Es gibt Fälle, in denen wir von einer Website zunächst abraten würden, auch wenn wir sie verkaufen.

  • Sie entscheiden sich spontan und vor Ort: Imbiss, Kiosk, Eisdiele
  • Ihr Auftragsbuch ist voll und Sie suchen keine neuen Kunden
  • Sie arbeiten ausschließlich über Empfehlungen in einem festen Kreis
  • Sie stehen ganz am Anfang und wissen noch nicht, ob das Geschäftsmodell trägt

In diesen Fällen ist ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil der wirksamere und günstigere Schritt. Es kostet nichts und wirkt schneller als jede Website.

Was Sie dabei in Kauf nehmen: Sie besitzen diesen Kanal nicht. Ändert Google die Regeln, ändert sich Ihre Sichtbarkeit, ohne dass Sie etwas tun können.

Reicht nicht Instagram oder Facebook?

Soziale Netzwerke und eine Website lösen verschiedene Aufgaben. Ein Profil erreicht Menschen, die Sie nicht gesucht haben; eine Website erreicht Menschen, die aktiv nach einer Lösung suchen. Das sind zwei verschiedene Situationen mit zwei verschiedenen Erwartungen.

Website und soziale Netzwerke im Vergleich
Soziales NetzwerkEigene Website
Erreichtwer zufällig vorbeiscrolltwer aktiv sucht
Lebensdauer eines Beitragsein bis drei TageJahre
Wem gehört der Kanalder PlattformIhnen
Auffindbar bei Googleeingeschränktja
Vollständige Informationenschwierigja
Impressumspflichtjaja
Laufender Aufwandhochgering

Der entscheidende Unterschied ist der dritte Punkt: Wird ein Konto gesperrt oder ändert die Plattform ihre Regeln, ist Ihre Reichweite weg. Eine Website gehört Ihnen. Deshalb ergänzen sich beide, statt sich zu ersetzen.

Wie klein darf eine Website sein?

Für den Start kleiner, als viele denken. Ein Einzelbetrieb kann gut mit vier Seiten beginnen: Startseite, eine Leistungsseite, Kontakt und die Rechtstexte. Mit jeder weiteren Leistung kommt dann eine eigene Seite dazu.

Entscheidend ist nicht die Menge, sondern dass ein Besucher in wenigen Sekunden versteht, was Sie anbieten, für wen, was es ungefähr kostet und wie er Sie erreicht. Jede Seite sollte vollständig sein; ob es vier sind oder fünfzehn, hängt von Ihrem Angebot ab.

Was hineingehört, steht in Was gehört auf eine gute Firmen-Website?

Was es kostet und was Sie dafür aufwenden müssen

Neben dem Preis gibt es einen zweiten Posten, der in keiner Werbung steht: Ihre Zeit.

Die drei Wege für einen kleinen Betrieb
WegKostenIhre Zeit
Nur Google-Unternehmensprofil0 €2 – 3 Stunden einmalig
Baukasten selbst bauen10 – 40 € / Monat20 – 40 Stunden
Erstellen lassenab 1.500 € einmaligrund 3 Stunden

Bei einem eigenen Stundensatz von 50 € entsprechen 30 Stunden Eigenbau rund 1.500 € an Arbeitszeit. Das entspricht dem Preis einer professionell umgesetzten kleinen Website bei uns, nachgerechnet in Homepage-Baukasten oder Agentur.

Gibt es eine Pflicht zur Website?

Nein. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, eine Website zu betreiben. Es gibt aber Pflichten, sobald Sie eine haben oder ein geschäftliches Profil in einem sozialen Netzwerk betreiben.

Dazu zählen ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG und eine Datenschutzerklärung nach DSGVO. Beides gilt auch für ein gewerbliches Instagram- oder Facebook-Profil. „Keine Website, keine Pflichten“ stimmt also nicht.

Was in ein Impressum gehört, steht in Was muss ins Impressum?, als allgemeine Information und nicht als Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Ist eine Website Pflicht für Gewerbetreibende?
Nein, eine Website zu betreiben ist nicht vorgeschrieben. Sobald Sie aber eine haben, oder ein geschäftliches Profil in einem sozialen Netzwerk, gelten Pflichten wie Impressum nach § 5 DDG und Datenschutzerklärung nach DSGVO.
Reicht ein Google-Unternehmensprofil statt einer Website?
Für Betriebe mit spontanen Kaufentscheidungen vor Ort kurzfristig ja. Sobald Kunden vor der Beauftragung vergleichen oder mehr wissen wollen als Adresse und Öffnungszeiten, stößt das Profil an seine Grenzen. Außerdem gehört Ihnen dieser Kanal nicht.
Lohnt sich eine Website für einen Ein-Personen-Betrieb?
Wenn ein Auftrag mehrere hundert Euro wert ist: meist ja, die Website hat sich dann nach wenigen gewonnenen Kunden bezahlt. Für den Start reichen oft vier bis fünf gute Seiten; wächst das Angebot, wächst die Website mit.
Was ist besser: Website oder Social Media?
Sie lösen verschiedene Aufgaben und ersetzen einander nicht. Social Media erreicht Menschen, die Sie nicht gesucht haben, und die Wirkung endet nach Tagen. Eine Website erreicht Suchende und wirkt jahrelang. Wer wählen muss und beratungsintensiv verkauft, nimmt die Website.
Wie viel kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?
Bei ADONO ab 1.500 € einmalig für bis zu fünf Seiten, inklusive aller Texte. Im Markt liegen übliche Angebote für kleine Firmenwebsites zwischen 400 und 2.500 €. Laufend kommen nur Domain und Hosting hinzu, zusammen etwa 4 bis 12 € im Monat.