Kurz gesagt

Für Handwerksbetriebe zählen drei Dinge: bei lokalen Suchanfragen wie „Dachdecker Hannover“ sichtbar sein, Anfragen vorqualifizieren statt jeden Anruf annehmen, und Mitarbeiter finden. Der größte Hebel ist das Google-Unternehmensprofil, gefolgt von je einer eigenen Seite pro Gewerk. Websites gibt es bei uns ab 1.500 €.

Was bei Handwerksbetrieben anders ist

Der entscheidende Unterschied zu anderen Branchen: Ihre Kunden suchen fast nie nach Ihrem Namen. Sie suchen nach einem Problem mit einem Ort davor, etwa „Heizung Notdienst Hannover“, „Bad sanieren Langenhagen“ oder „Dachrinne reinigen Bothfeld“.

Daraus folgt fast alles Weitere. Eine Sammelseite „Unsere Leistungen“ mit acht Absätzen taucht bei keiner dieser Anfragen vorn auf. Eine eigene Seite je Gewerk schon.

Der zweite Unterschied: Bei Suchanfragen mit Ortsbezug zeigt Google zuerst die Kartenergebnisse. Die entscheiden sich über das Google-Unternehmensprofil, nicht über die Website. Und dort können Sie in Wochen etwas bewegen statt in Monaten.

Die Seiten, die ein Handwerksbetrieb braucht

Aufbau einer Handwerker-Website
SeiteWozuPriorität
StartseiteGewerk, Einzugsgebiet, Erreichbarkeit in fünf Sekundenhoch
Je eine Seite pro Gewerkhier entstehen die lokalen Rankingssehr hoch
Referenzen mit FotosHandwerk beweist man mit Bildern, nicht mit Wortenhoch
Über uns / TeamWer kommt zu mir ins Haus?mittel
KarriereBewerber schauen sich Arbeitgeber vorher anhoch bei Personalbedarf
Kontakt & EinzugsgebietWelche Orte fahren Sie an?hoch
Notdienstnur wenn Sie ihn wirklich anbietensituativ

Fotos schlagen Texte

In kaum einer Branche wirken eigene Bilder so stark wie im Handwerk. Ein Vorher-Nachher-Bild einer sanierten Fassade überzeugt mehr als drei Absätze über Qualitätsanspruch.

  • Eigene Fotos statt Stockbildern. Ein echtes Foto Ihres Teams vor dem Firmenwagen schlägt jedes gekaufte Bild.
  • Vorher-Nachher bei allem, was man sehen kann: Bad, Dach, Fassade, Garten.
  • Fotos vom Team, nicht nur von Objekten. Kunden lassen Fremde ins Haus und wollen wissen, wen.
  • Handy reicht für den Anfang. Ein aktuelles, echtes Handyfoto ist besser als ein zwei Jahre altes Profifoto.
  • Erlaubnis einholen, bevor Kundenobjekte gezeigt werden, und zwar schriftlich.

Anfragen vorqualifizieren statt jeden Anruf annehmen

Viele Betriebe wollen „mehr Anfragen“. In der Praxis brauchen sie passendere. Jeder Anruf bei dem sich nach zehn Minuten herausstellt, dass Budget oder Gebiet nicht passen, kostet Arbeitszeit.

Eine Website kann das vorab klären, ohne unhöflich zu wirken:

  • Einzugsgebiet nennen. Konkret: welche Orte, bis wie viele Kilometer.
  • Preisrahmen andeuten. „Badsanierungen ab etwa 12.000 €“ spart beiden Seiten Zeit.
  • Sagen, was Sie nicht machen. Kleinreparaturen, Notdienst, Privatkunden, was auch immer zutrifft.
  • Ablauf beschreiben: Anfrage, Besichtigung, Angebot, Termin.
  • Aktuelle Auslastung nennen, wenn Sie mehrere Wochen Vorlauf haben.

Mitarbeiter finden ist heute oft wichtiger als Kunden finden

Bei vielen Betrieben ist das Auftragsbuch voll und die Werkstatt unterbesetzt. Für Bewerber ist Ihre Website die erste Anlaufstelle, oft nachdem sie eine Anzeige gesehen haben.

Was dort stehen sollte: wer Sie sind, wie der Arbeitsalltag aussieht, was Sie bieten (konkret, nicht „attraktive Vergütung“), und eine Bewerbungsmöglichkeit, die nicht nach einem Anschreiben in dreifacher Ausfertigung verlangt.

Praktisch wirksam: eine eigene Seite je offener Stelle. Die lässt sich aus Jobportalen verlinken, in einer Anzeige nennen und bei Google finden.

Vertrauenssignale, die im Handwerk zählen

  • Meisterbetrieb: wenn zutreffend, gehört das nach oben
  • Innungsmitgliedschaft und Handwerkskammer-Eintragung
  • Jahre am Markt und Betriebsgröße
  • Echte Google-Bewertungen, im Wortlaut
  • Versicherungsnachweis: bei Arbeiten am Haus ein echtes Argument
  • Vollständige Anschrift statt nur Mobilnummer und E-Mail
  • Fotos von Team und Fuhrpark

Die Reihenfolge, wenn das Budget begrenzt ist

Wenn Sie nur Schritt für Schritt investieren können, ist das die wirtschaftlichste Reihenfolge:

  • 1. Google-Unternehmensprofil vollständig pflegen. Kostet nichts, wirkt in Wochen.
  • 2. Bewertungen sammeln. Nach jedem Auftrag fragen.
  • 3. Website mit einer Seite je Gewerk. Ab 1.500 €, bei mehreren Gewerken meist im Business-Paket ab 3.000 €.
  • 4. Fotos ergänzen, laufend und aus dem Betrieb heraus.
  • 5. Karriereseite, sobald Sie einstellen wollen.
  • 6. Fachbeiträge, zuletzt und nur wenn Ihre Kunden vor der Beauftragung recherchieren.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Bei ADONO ab 1.500 € einmalig für bis zu fünf Seiten, inklusive aller Texte. Für einen Betrieb mit mehreren Gewerken ist das Business-Paket ab 3.000 € meist passender, weil jedes Gewerk eine eigene Seite bekommen sollte; dort ist auch die Einrichtung des Google-Unternehmensprofils enthalten, im Starter-Paket ist sie für 150 € zubuchbar. Laufend kommen Domain und Hosting hinzu.
Brauche ich als Handwerker überhaupt eine Website?
Wenn Sie über Empfehlungen ausgelastet sind und niemanden einstellen wollen: kurzfristig nicht zwingend. Sobald Sie neue Kunden oder Mitarbeiter suchen, schon, denn Bewerber und Interessenten schauen sich vorher an, mit wem sie es zu tun bekommen.
Was bringt mehr: Website oder Google-Unternehmensprofil?
Kurzfristig das Profil, weil es bei lokalen Suchanfragen die Kartenergebnisse bestimmt und in Wochen wirkt. Langfristig beides: Das Profil bringt Anrufe, die Website beantwortet die Fragen davor und macht Sie bei Anfragen ohne Ortsbezug auffindbar.
Wie bekomme ich Bewertungen von Kunden?
Direkt nach abgeschlossener Arbeit fragen, persönlich oder per kurzer Nachricht mit dem Bewertungslink aus Ihrem Profil. Etwa jeder fünfte bis zehnte Kunde schreibt tatsächlich eine. Anreize wie Rabatte sind nicht zulässig.
Kann ich Fotos meiner Kundenobjekte zeigen?
Nur mit Erlaubnis des Auftraggebers, und die sollte schriftlich vorliegen. Bei Aufnahmen, auf denen Personen oder erkennbare Privaträume zu sehen sind, ist das besonders wichtig. Fassaden und Außenanlagen sind heikler, als viele denken. Fragen Sie im Zweifel.