Ein CMS (Content-Management-System, deutsch: Redaktionssystem) ist eine Software, mit der sich Inhalte einer Website über eine Oberfläche im Browser bearbeiten lassen, ohne Code. Bekanntestes Beispiel ist WordPress. Ein CMS erlaubt eigene Änderungen, verlangt dafür aber dauerhaft Updates und Pflege.
Was ein CMS macht
Ohne CMS stehen die Texte einer Website direkt im Quellcode. Wer sie ändern will, braucht jemanden, der Code bearbeiten kann.
Ein CMS trennt beides: Die Inhalte liegen in einer Datenbank, die Gestaltung in einer Vorlage. Sie melden sich im Browser an, klicken auf einen Text, ändern ihn und speichern. Die Seite baut sich daraus jedes Mal neu zusammen.
Das ist der ganze Kern. Alles Weitere, also Benutzerrechte, Erweiterungen, Vorschau und Versionen, baut darauf auf.
Die verbreitetsten Systeme
| System | Typisch für | Aufwand |
|---|---|---|
| WordPress | Firmenwebsites, Blogs, kleine Shops | Updates monatlich |
| TYPO3 | Große Unternehmen, Behörden, Mehrsprachigkeit | hoch, Betreuung nötig |
| Shopify | Online-Shops | Abo, Wartung beim Anbieter |
| Baukästen (Wix, Jimdo) | kleinste Websites | keiner, dafür kein Umzug |
| Kopfloses CMS | Entwicklerprojekte, mehrere Kanäle | Entwicklung nötig |
Für kleine und mittlere Firmenwebsites landet man in der Praxis fast immer bei WordPress, ausführlich beschrieben in Was ist WordPress?
Was ein CMS kostet
Die Software ist bei den verbreiteten Systemen kostenlos. Die Kosten entstehen an drei anderen Stellen.
- Hosting, das mit Datenbank umgehen kann: 80 bis 300 € im Jahr
- Design-Vorlage, oft kostenpflichtig: 0 bis 80 €
- Erweiterungen mit Jahreslizenz: 0 bis 300 €
- Wartung: entweder Ihre Zeit oder 400 bis 1.200 € im Jahr
- Einrichtung und Umsetzung: für eine Firmenwebsite im Markt üblich 1.500 bis 8.000 €
Der letzte Posten ist einmalig, die ersten vier laufen jedes Jahr weiter. Genau diese laufende Seite wird bei der Entscheidung meist übersehen.
Die Kehrseite, über die selten gesprochen wird
- Updates sind Pflicht. Kern, Vorlage und jede Erweiterung brauchen regelmäßig Aktualisierungen.
- Angriffsfläche. Verbreitete Systeme werden automatisiert angegriffen; die Lücken sitzen meist in Erweiterungen.
- Tempo. Ein CMS baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen. Das ist langsamer als eine fertige Datei auszuliefern.
- Abhängigkeit von Fremdcode. Wird eine Erweiterung eingestellt, ist eine Funktion Ihrer Website betroffen.
- Ein Update kann etwas beschädigen. Deshalb gehört zu jedem Update eine Sicherung und eine Kontrolle.
Die ehrliche Frage: Brauchen Sie eines?
Ein CMS lohnt sich, wenn Sie es benutzen. Es lohnt sich nicht, wenn Sie es nur haben.
| Wie oft ändern Sie Inhalte? | Empfehlung |
|---|---|
| Mehrmals pro Woche | CMS, eindeutig |
| Monatlich | CMS sinnvoll, Wartung einplanen |
| Zwei- bis dreimal im Jahr | Änderungen beauftragen ist günstiger |
| Praktisch nie | Kein CMS, sonst zahlen Sie Pflege für nichts |
Der häufigste Fall in der Praxis: Ein Betrieb bekommt ein CMS, meldet sich zweimal an, und drei Jahre später ist die Installation veraltet und die Seite gehackt. Das ist kein Fehler des Systems, sondern eine falsche Grundentscheidung.
Wie ADONO es macht
Wir entwickeln individuell und setzen kein CMS ein. Die Seiten werden beim Bauen als fertige Dateien erzeugt. Das ist schneller, hat kaum Angriffsfläche und bringt keinen Update-Zwang mit.
Änderungen an Texten, Bildern, Preisen und Öffnungszeiten übernehmen wir: im Support Ihres Pakets (bis zu einer Stunde pro Monat) und danach im Betreuungsvertrag ab 119 € im Monat oder einzeln nach Aufwand.
Wenn Sie im Erstgespräch sagen, dass Sie wöchentlich selbst Inhalte einstellen wollen, empfehlen wir Ihnen jemanden mit CMS-Schwerpunkt. Ein Projekt, bei dem die Grundentscheidung nicht passt, nützt niemandem.
Häufige Fragen
- Wofür steht die Abkürzung CMS?
- Für Content-Management-System, auf Deutsch Redaktionssystem oder Inhaltsverwaltungssystem. Gemeint ist eine Software, mit der sich Inhalte einer Website über eine Oberfläche im Browser bearbeiten lassen, ohne Code anzufassen.
- Was ist das beste CMS für kleine Unternehmen?
- Wenn Sie eines brauchen, ist WordPress für kleine und mittlere Firmenwebsites die naheliegende Wahl: verbreitet, viele Erweiterungen, fast jeder Entwickler kann es übernehmen. Wichtiger als die Systemwahl ist aber die Frage, ob Sie überhaupt eines benötigen.
- Ist ein CMS kostenlos?
- Die Software bei den verbreiteten Systemen ja. Kosten entstehen durch Hosting mit Datenbank, meist eine kostenpflichtige Design-Vorlage, Erweiterungen mit Jahreslizenz und vor allem durch die laufende Wartung, zusammen häufig 300 bis 1.200 € im Jahr.
- Was ist der Unterschied zwischen CMS und Baukasten?
- Ein Baukasten läuft vollständig beim Anbieter, ein CMS auf Ihrem eigenen Hosting. Beim Baukasten können Sie die Seite in der Regel nicht mitnehmen, beim CMS schon. Dafür müssen Sie sich beim CMS selbst um Updates und Sicherheit kümmern.
- Kann ich ohne CMS Inhalte ändern lassen?
- Ja. Bei uns übernehmen wir Änderungen an Texten, Bildern und Preisen, im Support Ihres Pakets (bis zu einer Stunde pro Monat) und danach ab 119 € im Monat oder nach Aufwand. Für Betriebe, die zwei- bis dreimal im Jahr etwas ändern, ist das in der Summe günstiger als ein System, das ganzjährig gewartet werden muss.
