Kurz gesagt

Bei Google Ads zahlen Sie pro Klick, nicht pro Einblendung. Der Klickpreis liegt je nach Branche zwischen etwa 0,30 € und 5 €, im Handwerk und bei Beratungsleistungen meist bei 1 bis 3 €. Ein sinnvolles Monatsbudget beginnt für lokale Betriebe bei etwa 300 bis 500 €; darunter sind die Daten zu dünn, um zu steuern.

Wie der Preis zustande kommt

Google versteigert die Anzeigenplätze bei jeder einzelnen Suchanfrage neu. Sie legen fest, was Ihnen ein Klick höchstens wert ist. Wer gewinnt, entscheidet sich aber nicht allein über das Gebot.

Google bewertet zusätzlich die Qualität: Passt die Anzeige zur Suchanfrage, und passt die Zielseite zur Anzeige? Eine gute Zielseite senkt Ihren tatsächlichen Klickpreis spürbar. Eine schlechte macht dieselbe Position teurer.

Deshalb hängen Anzeigen und Website zusammen: Wer Anzeigen auf die Startseite leitet statt auf eine passende Landingpage, zahlt für dieselbe Position mehr.

Übliche Klickpreise

Richtwerte für den deutschen Markt, stark abhängig von Region und Wettbewerb
BereichKlickpreisAnmerkung
Lokales Handwerk1 – 3 €Notdienste deutlich teurer
Beratung, Dienstleistung1,50 – 4 €je nach Auftragswert
Rechts- und Steuerberatung3 – 10 €zu den teuersten Bereichen
Online-Handel0,30 – 1,50 €produktabhängig
Webdesign, Agenturen2 – 6 €stark umkämpft

Das sind Richtwerte, keine Zusagen. Der tatsächliche Preis hängt von Ihrer Region, der Tageszeit, dem Gerät und davon ab, wie viele Wettbewerber gerade bieten. Verlässliche Zahlen bekommen Sie erst aus dem eigenen Konto.

Was ein Kunde kosten darf: die einzige Rechnung, die zählt

Der Klickpreis allein sagt nichts. Entscheidend ist, was Sie am Ende für einen Auftrag bezahlt haben.

  • Beispiel Handwerk: 2 € pro Klick, 100 Klicks = 200 €. Davon fragen 5 an (5 %), davon wird 1 Kunde. Ein Auftrag kostet Sie also 200 € Werbebudget.
  • Bei 2.000 € Auftragswert ist das hervorragend.
  • Bei 150 € Auftragswert ist es ein Verlustgeschäft.

Rechnen Sie diese Kette vor dem Start durch, mit vorsichtigen Annahmen. Wenn sie schon auf dem Papier nicht aufgeht, geht sie im Konto erst recht nicht auf.

Was zum Klickbudget noch dazukommt

  • Einrichtung des Kontos, der Kampagnen und der Messung: einmalig 300 bis 1.500 €
  • Betreuung: im Markt üblich 150 bis 800 € im Monat oder 10 bis 20 % vom Klickbudget
  • Zielseiten, die zur Anzeige passen, denn ohne sie zahlen Sie dauerhaft drauf
  • Conversion-Messung, sonst wissen Sie nicht, welche Anzeige Anfragen bringt

Wer 300 € Klickbudget einplant und 400 € Betreuung zahlt, betreibt vorallem Verwaltung. Unterhalb von etwa 500 € Klickbudget im Monat lohnt sich fremde Betreuung selten. Dann lieber selbst machen und einfach halten.

Die teuersten Fehler

  • Anzeigen auf die Startseite leiten. Der Besucher muss dort erst suchen und springt ab.
  • Weitgehend passende Keywords ungefiltert laufen lassen. So zahlen Sie für „Ausbildung Dachdecker“, wenn Sie Dächer decken wollen.
  • Keine ausschließenden Keywords. „kostenlos“, „selber machen“, „Jobs“ gehören ausgeschlossen.
  • Kein Conversion-Tracking. Ohne das optimieren Sie auf Klicks statt auf Anfragen.
  • Zu große Region. Ein Betrieb aus Hannover, der bundesweit schaltet, verbrennt Budget.
  • Zu früh abschalten. Die ersten zwei bis vier Wochen sind Lernphase, nicht Ergebnis.

Was ADONO dazu macht und was nicht

Wir betreuen keine Google-Ads-Konten. Das ist eine laufende Aufgabe mit täglicher Beobachtung, und wir bieten sie nicht an.

Was wir machen: die Zielseiten, auf die Ihre Anzeigen führen. Eine Landingpage, die zur Anzeige passt, senkt Ihren Klickpreis und erhöht die Zahl der Anfragen. Das ist der Teil, an dem wir tatsächlich etwas verbessern können.

Wenn Sie jemanden für die Kampagnenbetreuung suchen, sagen wir das offen und empfehlen weiter, statt Ihnen etwas zu verkaufen, das wir nicht gut machen.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?
Je nach Branche zwischen etwa 0,30 € und 10 €. Im lokalen Handwerk sind 1 bis 3 € üblich, bei Rechts- und Steuerberatung 3 bis 10 €, im Online-Handel oft unter 1,50 €. Die Zahlen schwanken stark nach Region, Tageszeit und Wettbewerb.
Wie viel Budget brauche ich mindestens?
Für einen lokalen Betrieb sind 300 bis 500 € Klickbudget im Monat ein sinnvoller Einstieg. Darunter sammeln sich zu wenige Daten, um zu erkennen, welche Anzeigen funktionieren. Dann optimieren Sie im Blindflug.
Lohnt sich Google Ads für kleine Unternehmen?
Wenn ein Auftrag mehrere hundert Euro wert ist und Sie kurzfristig Kunden brauchen: ja. Bei sehr kleinen Auftragswerten geht die Rechnung meist nicht auf. Rechnen Sie vor dem Start durch, was ein gewonnener Kunde kosten darf.
Was ist besser: Google Ads oder SEO?
Ads wirken sofort und enden mit dem Budget; SEO braucht drei bis zwölf Monate und wirkt weiter. Wer schnell Aufträge braucht, nimmt Ads. Wer dauerhaft aufbauen will, SEO. Viele Unternehmen nutzen anfangs beides parallel.
Kann ich Google Ads selbst machen?
Ja, die Grundlagen sind erlernbar: Region eingrenzen, wenige genaue Keywords, ausschließende Keywords pflegen, Conversion-Messung einrichten. Vorsicht bei den Voreinstellungen: Sie sind auf möglichst hohe Ausgaben ausgelegt, nicht auf Ihren Erfolg.